Hallo Ihr Lieben,

ja, ich stehe jetzt vor der Aufgabe, dass ich einen Blogpost zum Thema „Liebe“ schreiben darf. Warum? Ich habe auf Twitter eine Umfrage gemacht und hatte das Thema Liebe, um ehrlich zu sein, eigentlich als Lückenbüßer eingebaut. Ich dachte mir, bei den Themen, die ich vorgebe, wird der Staatstrojaner rauskommen. Aber Ihr seid scheinbar anderer Meinung gewesen und machtet das Thema „Liebe“ zu meiner Aufgabe.
Ich bedanke mich im Übrigen bei den 32% der Voter, die sich für das Thema Liebe entschieden haben. 🙂

Hier ist der Link zu meinem Tweet:
https://twitter.com/Pirat_Kristos/status/938164132242755584

Ich möchte mich nicht den allgemeinen Themen der Liebe widmen, mit denen man gewöhnlich konfrontiert wird. Die Liebe, über die ich schreiben möchte, ist ein klein wenig komplexer, diffuser, nicht so leicht zu durchdringen. Mein Ansatz ist mein Glaube, weswegen ich den ersten Paulus-Brief an die Korinther zurate ziehen möchte, in dem klar die Liebe als das Höchste angesehen wird. Die Liebe Gottes, der verzeiht, was der Mensch ab und an auch tun sollte. Und diese Liebe gilt letztlich auch einem Paar, welches die Liebe immer als das höchste Gut ansehen sollte. Denn ich glaube, oder besser ich fühle, dass es genau das ist, über was ich zu schreiben vermag.

Im ersten Brief des Paulus an die Korinther, Kapitel 13, Vers 13 steht:

Für jetzt bleiben
Glaube, Hoffnung, Liebe,
diese drei;
doch am größten unter ihnen ist die Liebe.

Eine wahre Geschichte, die ich erzählen möchte, handelt von zwei Menschen mit Migrationshintergrund in Deutschland.

LIEBE

Die weibliche Person kommt aus Persien, aus einer stolzen Region mit vielen alten Traditionen. Ihr Vater war damals Unterstützer des Schah und musste bei der Machtübernahme der Mullahs aus Persien fliehen. Er hatte das Glück, dass er seine Familie nachholen durfte. Sie heißt Bahal. Eine Frau, deren Schönheit selbst jene aus den Geschichten von 1001 Nacht verblassen ließ. Sie war europäisch geprägt. Ihr Lieblingsspielzeug war ihr kleiner Cabrio-Flitzer, den sie liebte. Sie war 23 Jahre alt und studierte Betriebwirtschaft. In ihrer Freizeit half sie in den Geschäften ihres geliebten Vaters.

Die männliche Person hatte ihre Wurzeln in Griechenland. Seine Eltern sind damals, als eine der ersten Gastarbeiterfamilien, nach Deutschland gekommen. Ihre Tradition hat sich die Familie über Jahre erhalten. Sie nimmt jede sich bietende Gelegenheit wahr und reist mindestens ein Mal im Jahr in ihre alte Heimat. Er hört auf den Namen Gabriel und war 29 Jahre alt.

Gabriel war in einer Buchhandelskette beschäftigt. Seine Leidenschaft war der Verkauf. Ihm war wichtig, dass die Umsätze stimmten und nach Möglichkeit stiegen. Damit er das Gefühl für die Kunden, die Mitarbeiter, wie auch für die betrieblichen Abläufe nicht verliert, besuchte er von Zeit zu Zeit die unterschiedlichen Fillialen.

So hatte sich Gabriel eines Tages vorgenommen, mal wieder einen Tag in einem der Geschäfte der Buchhandelskette zu verbringen. Selbstverständlich hatte er sich nicht angemeldet. Es machte ihm ungemein Spaß, unangekündigt in der Tür zu stehen um zu sehen, wie es dort aussieht.

Seine Wahl fiel auf eine kleine Filliale auf dem Land. Er fuhr eine Stunde vor der Öffnungszeit auf den Parkplatz in der Nähe, stellte sein Auto ab und setzte sich in das Cafe gegenüber. Er fragte die Mitarbeiter des Cafes nach der Buchhandlung aus, denn er wollte wissen, ob das Geschäft wirklich immer pünktlich öffnete und ob die Mitarbeiter und das Geschäft auch einen guten Ruf hätten oder ob darüber negativ geredet würde. Die Antworten, die er bekam, waren zu seiner vollen Zufriedenheit.

Er bemerkte, etwa eine halbe Stunde bevor sein Geschäft öffnete, dass eine Frau vor dem Buchladen stand und offenbar auf die Ladenöffnung wartete. Er war fasziniert von ihr. Ihre langen schwarzen Haare, ihr Stil, wie sie sich kleidete, all das gefiel ihm. Er trank gedankenversunken seinen Kaffee und bemerkte währenddessen nicht, wie sie das Cafe betrat. Es huschte ein Schatten über seinen Tisch, der sich mit einen Räuspern bemerkbar machte. Unwirsch wollte er zuerst um seine Ruhe bitten, bis er gewahr wurde, wer da neben ihm am Tisch stand. Es war – SIE . Sie, die er gerade noch vor dem Buchladen beobachtet hatte und die ihn so faszinierte.

Er war sprachlos, was ihm nicht oft passierte, ja, eigentlich nie. Sie sprach ihn an, fragte, ob sie sich zu ihm setzen dürfe und er war nur noch in der Lage zu nicken. Er hoffte, dass er nichts Falsches machte, war er doch wie paralysiert. „In Ordnung, manches Mal ist Sprachlosigkeit etwas Positives“, stellte Gabriel für sich fest. Die junge Frau stellte sich ihm als Bahal vor und wollte nun seinen Namen wissen. Sie tauschten die üblichen Höflichkeiten aus. Er fragte sie, was sie denn in der Buchandlung wollen würde? Sie antwortete ihm, dass sie dort gerne neben ihrem Studium arbeiten wolle. Eine Cousine von ihr wäre dort auch beschäftigt. Aber sie sehe kaum eine Chance, dort eine Beschäftigung zu finden. Der für die Einstellungen Zuständige solle ein Grieche sein, der Berichten zufolge wohl ein absoluter Arsch sei.

Gabriel zog eine Augenbraue hoch und war erstaunt. Nicht verärgert, nur erstaunt. Sie wolle trotzdem ihre Bewerbungsunterlagen dort einreichen und hoffe, dass sie den Job bekommen würde. Sie mochte nicht mehr bei ihrem Vater arbeiten, denn dieser sei sehr streng. Und ausserdem wolle sie endlich auf ihren eigenen Beinen stehen. Er hörte sich das alles an und sagte nichts dazu. Er empfand diese offene Art und Weise, wie sie mit ihm sprach, als sehr anregend.

In der Zwischenzeit öffnete die Buchhandlung. Sie verabschiedete sich und verließ das Cafe. Gabriel dachte darüber nach, was sie zu ihm gesagt hat. Ja, es mochte sein, dass er ab und zu streng war, aber gleich ein Arsch, wie sie es formulierte? Er musste etwas lachen und wartete, bis Bahal die Buchhandlung verließ. An diesem Tag war Gabriel den ganzen Tag im Geschäft und er bekam natürlich auch die Bewerbung von Bahal ausgehändigt, mit der Aussage der Angestellten, dass diese einen guten Eindruck gemacht hätte. So vergingen einige Tage und er entschloss sich, dass er Bahal, die ja eigentlich so frech gewesen war, ihn als Arsch zu betiteln, zu einem Bewerbungsgespräch in das Geschäft einladen wolle, in dem sie ihre Unterlagen abgegeben hatte.

Als der vereinbarte Termin für das Bewerbungsgespräch anstand, (Gabriel hatte Bahal für den Nachmittag in eben jenen Buchladen eingeladen, vor dem er sie das erste Mal stehen sah), erschien Bahal überpünktlich. Er ließ sie jedoch, ganz nach seinen üblichen Gewohnheiten, eine halbe Stunde lang schmoren, ehe er sie in sein Büro bat. Sie betrat das Büro und erkannte sofort den Gesprächspartner aus dem Cafe, dem sie so offenherzig erzählt hatte, was sie so über ihren vermutlich neuen Chef wusste. Die Blässe in ihrem Gesicht war nicht zu übersehen. Er genoss den Moment ihrer Verwirrung, stellte sich höflich vor und ging seinerseits gar nicht auf das Gespräch mit ihr, vor einigen Tagen im Cafe, ein. Er war Profi genug, er wollte jemanden für seine Filliale. Er versprach ihr zum Abschluss, sich in einigen Tagen wieder bei ihr zu melden, um ihr dann mitzuteilen, ob sie den Job erhalten würde oder nicht.

Er hatte sich eigentlich längst entschieden und rief einige Tage später bei Bahal an, um sie als neue Mitarbeiterin in der Filiale begrüßen zu können. So vergingen die Tage und Wochen und Gabriel hatte – so ganz zufällig natürlich – immer häufiger in eben jener Filiale zu tun, in der Bahal arbeitete. Sie freundeten sich an, und mit der Zeit wurde immer mehr daraus. Das Knistern, wenn sich Gabriel und Bahal anblickten, wurde für beide immer lauter. Es war wie Blitze, die zwischen zwei Tesla-Spulen hin und her sprangen. Gabriels Umgang mit seinen Mitarbeitern veränderte sich ebenfalls in dieser Zeit. Er wurde ruhiger, menschlicher, ausgeglichener, hatte mehr Zeit und auch Ohren für die Sorgen und Probleme der Angestellten. Er war nicht mehr nur an den nackten Zahlen und Umsätzen interessiert.

Nachdem die beiden nun wochenlang viel Zeit miteinander verbracht hatten, kam es wie es kommen musste. Sie verliebten sich ineinander. Der erste, noch zaghafte Kuss, ließ die beiden wie einen Eisberg schmelzen. war wie der Hauch eines Seidentuchs, welches über den Körpern schwebte. Es lag ein Zauber in der Luft, wie er wohl jedem ersten Kuss innewohnt.

Die Frankfurter Buchmesse stand an und da Gabriel und Bahal nicht so viel Zeit für sich privat hatten, wie sie sich das wünschten, bat er sie kurzerhand, ob sie ihn dahin begleiten würde. Es wäre eine Gelegenheit, sich noch etwas näher kennenlernen zu können. Man wäre frei von diesem ständigen Versteckspiel, müsse sich nicht verstohlen Küsse zuwerfen, könne sich an der Hand halten, dem Anderen die Nähe geben, die man sonst nicht so offen zeigen könne. Denn beide waren aufgewachsen mit den Traditionen ihrer Eltern und Großeltern. Beide waren, jeder für sich allein, in diesen Traditionen. Bahal entkam nicht den Ansprüchen ihres Vaters, der nicht zulassen würde, dass sie sich allein mit einem fremden Mann traf. Gabriel hingegen sah Bahal als junge Frau, die nach außen, nicht zuletzt mit dem Spaß an ihrem Auto, so ganz und gar nicht den typischen Vorstellungen von einer Muslima entsprach. Er konnte nicht verstehen, wie sie sich auf der einen Seite so „frei“ gab und auf der anderen Seite so „zugeknöpft“ sein konnte. Ihm waren Bahals Bedenken zuerst einmal egal, deswegen wollte er sie gern auf der Reise nach Frankfurt dabei haben.

Am Tag der Abreise erschien Bahal völlig unerwartet in Begleitung ihrer Mutter. Diese musterte Gabriel in aller Ruhe vom Kopf bis zu den Füßen. Sie stellte Gabriel messerscharfe und unverhohlene Fragen, ob er es ernst meinen würde, ob er Muslim sei, und so weiter. Einzig die Frage, ob er denn bereit sei, seinen Glauben zu wechseln, wurde zwar nicht gestellt, lag aber wie meterdicker Schnee in der Luft. Die Mutter ließ Bahal mit Gabriel nach Frankfurt fahren, folgte ihnen jedoch auf Schritt und Tritt. Nicht eine Minute ließ sie Bahal aus den Augen. Für Bahal war das Verhalten ihrer Mutter vollkommen normal – Gabriel hingegen empfand diese Frau als Hexe, die immer dann auftauchte, wenn er sich Bahal hätte etwas nähern können. Bahal war jedoch glücklich mal zu verreisen und verstand Gabriels Unverständnis nicht.

Der Tag verlief natürlich nicht so, wie Gabriel es sich erhofft hatte. Er sah aber, wie glücklich Bahal war, wie sie lachte, sich freute, ihren Ideen und Gedanken freien Lauf ließ. Er beobachtete sie, wie sie mit seinen Geschäftspartnern sprach, wie sie es innerhalb kürzester Zeit fertig brachte, das Interesse an ihr und der Buchhandlung zu wecken. All das imponierte ihm, er freute sich mit ihr, ließ sie deshalb ohne Murren gewähren. Sie war glücklich, mehr zählte für ihn in diesem Moment nicht.

Wenige Tage nach dieser Reise wurde Gabriel von Bahals Vater nach Hause eingeladen. Er wollte ihn natürlich kennenlernen. Bahal war extrem nervös. Sie erklärte Gabriel ganz genau, wie er sich in Gesellschaft ihres Vaters zu verhalten hätte. Sie erklärte ihm die Regeln, welche Bewandtnis es mit den Griffen der Kaffeetassen auf sich hatte, weswegen sie in eine ganz spezielle Richtung zeigen müssten, damit Bahals Vater auch ohne große Worte erkennen könnte, dass Gabriel, Interesse an seiner Tochter zeigte. Gabriel solle auch bitte nicht über Religion sprechen und eigentlich immer nur nicken, wenn ihr Vater etwas sagte.

Der Tag kam – und es kam, wie es kommen musste. Gabriel hielt beim Thema Religion nicht den Mund und diskutierte mit Bahals Vater munter drauflos. Gabriel fand die Diskussion anregend. Im Scherz sagte er, Bahal könne ja Christin werden, dann wäre das Ganze einfacher. Der Gesichtsausdruck ihres Vaters verfinsterte sich. Er stand wortlos auf und verließ den Raum. Das war ein sichtbares Zeichen dafür, dass der Besuch beendet war und auch jedes andere Gespräch keinen Sinn mehr hatte. Für Bahal war es das Zeichen – es hatte sich ausgeträumt. Bahal war mit ihren Gedanken und Gefühlen am Ende. Gabriel verstand das Ganze nicht genau, denn ihre Familie machte überhaupt nicht den Eindruck, doch nicht so liberal zu sein, wie er ursprünglich vermuetete. All diese Diskrepanzen ergaben für ihn keinen Sinn.

Nach seinem Besuch durften die beiden Verliebten sich nicht mehr sehen. Bahal musste auch aufhören, bei ihm in der Buchhandlung zu arbeiten. Sie war unglücklich. Er war unglücklich. Sie trafen sich daraufhin heimlich. Die wenigen kostbaren Momente ihres Glücks kosteten sie mit vollen Zügen aus. Aber es nutzte nichts, sie bekam Probleme mit ihrer Familie

Gabriel verstand nicht, weswegen Bahal solchen Ärger mit ihrer Familie hatte. Er wollte ihr daraufhin beweisen, dass seine Famile anders sei. So ergab es sich, dass beide bei Gabriels Schwester zum Essen eingeladen wurden. Und hier passierte etwas für Gabriel völlig unerwartetes. Seine Schwester fragte Bahal, wie sie sich das vorstellen würde, als Muslima mit einem Christen zusammen zu sein. Oder ob sie Christin werden wolle oder ob Gabriel Moslem werden solle. Die hitzig geführte Diskussion brachte als Ergebnis nur eines hervor: Beide Familien mochten und respektierten sich, ihr Glaube aber war ein unüberwindbarer Abgrund und trennte beide.

Bahal und Gabriel liebten sich aufrichtig, ohne jeden Zweifel. Sie waren füreinander da, das ist Liebe. Liebe ist aber auch die Liebe, die jeder für seine Familie empfindet, für ihre Traditionen, ihren Glauben. Das größte Hindernis jedoch war Bahals Familie. Der Ärger, den Bahal bekam, wurde immer größer, ihre Mutter immer misstrauischer. Man ließ sie keinen Moment mehr aus den Augen. Ihr Vater verpasste ihr immer mehr Arbeit in der eigenen Firma. Er wusste, wie er „Feuer“ in eine Beziehung bringen konnte. Die ganze Familie bewachte Bahal so gut es ging und Bahal entzog sich dieser Bewachung immer wieder durch immer neue Tricks.

Bahals Angst, von der eigenen Familie entdeckt zu werden, übertrug sich langsam auch auf Gabriel. Er war es nicht gewohnt, dass ihm etwas so dermaßen zusetzte. Und so geschah eines Tages das Unvermeidliche: Bahal und Gabriel wurden von einem Freund ihres Bruders zufällig gesehen. Dieser hatte natürlich nichts Besseres zu tun, als es Bahals Bruder zu erzählen. Am nächsten Tag erreichte Gabriel ein Anruf aus dem Krankenhaus. Bahal erzählte unter Tränen, dass ihr Bruder sie verprügelt hätte, weil sie sich weiterhin mit einem „Ungäubigen“ traf, obwohl die Familie es verboten hatte. Bahal bat Gabriel, zu ihr ins Krankenhaus zu kommen.

Gabriel überlegte lange. Seine Erfahrungen mit Bahal und ihrer Familie aus den vergangenen Monaten, die Angst, die Bahal vor Entdeckung hatte und jetzt die Gewalt, die von ihrer Familie ausging, ließen in ihm einen Entschluss reifen. Er fuhr nicht ins Krankenhaus. Er schrieb ihr eine Kurznachricht, dass er ein Angebot erhalten habe und deshalb für einige Zeit im Ausland arbeiten würde. Er hatte sich entschlossen sie zu verlassen, denn seine Liebe zu ihr war grösser als seine Sehnsucht, nach ihr und einer gemeinsamen Zukunft. Diese Liebe war für ihn der Grund, dass er sie aus Liebe verließ, damit sie sich nicht entscheiden musste. So konnte sie ihrem Vater und ihrer Mutter die Tochter sein und er stand ihr dabei nicht mehr im Weg.

Warum hat sich Gabriel gegen Bahal entschieden, gegen die Liebe seines Lebens? Gegen seine wahre Liebe? Er wollte, dass es ihr gut geht. Er wollte, dass sie glücklich wird in ihrem Leben. Doch er wusste, dass sie beide nicht gemeinsam glücklich werden konnten. Warum? Entweder hätte er sich gegen seine Familie, seinen Glauben und für Bahal entscheiden müssen oder Bahal für ihn, gegen ihre Familie, gegen ihren Glauben. Familie und Glaube waren beiden Familien sehr wichtig. Nur leider war der Glaube bei beiden nicht derselbe.

Und so sind die beiden nicht zusammengekommen. Dennoch denken beide immer noch an ihre große Liebe. Bahal hat einen persischen Mann geheiratet und hat ihren Vater glücklich gemacht. Ganz traditionell gab es eine schöne Hochzeit. Und Gabriel? Er ist unterwegs in der Welt. Er hat eine große Mauer um sein Herz gebaut, denn in seinem Herzen ist Bahal. Und er freut sich über seine Entscheidung, für Bahal. Er fand wohl letztens eine neue Liebe, die es geschafft hat, sein Herz zu erreichen. Durch die Hintertür. Doch auch da hatte er kein Glück, eher wurde es wieder kompliziert, mit ähnlichen Schwierigkeiten, aber das ist eine andere Geschichte. 🙂


Fazit: Liebe ist auch Verantwortung füreinander, und wie die kurze Geschichte hier zeigt, muss diese nicht immer zu einem positiven Ende führen. Wenn es etwas Größeres gibt als die eigenen Interessen, nämlich das Wohlbefinden des Anderen, sollte jeder in sich hinein hören und sich über die Kraft der Liebe im Klaren sein.

Ob es sich um zwei Religionen handelt oder ob es darum geht, dass Eltern besorgt sind. Oder ob es darum geht, dass man zu seinem vermeintlich eigenen Schutz überwacht wird.
Wenn aber die Liebe eines Vaters getrieben wird duch Angst und Eifersucht, dass die Veränderung im Leben seiner Tochter seine Position verändert, ist das eine falsch verstandene Liebe.

Deshalb ist der erste Brief des Paulus an die Korinther, Kapitel 13, Vers 13:

Für jetzt bleiben
Glaube, Hoffnung, Liebe,
diese drei;
doch am größten unter ihnen ist die Liebe.

immer noch aktuell und wichtig. Sicherlich anders zu interpretieren als zu dem Zeitpunkt, an dem er damals aufgeschrieben worden ist. Aber Liebe ist das höchste Gut, welches es in unserer Gesellschaft gibt.

 

Euer Kristos

P.S.: Danke fürs Lesen.

2 Kommentare

  1. 1

    Einer der schönsten Geschichten, die ich über die Liebe gelesen habe. Sprachlos

  2. 2

    Absolut nicht mein Ding. Aber da Nahal derart begeistert ist, liegt es wohl eher bei mir.

Was denkst du?